Mutmachgeschichten
Eine Geschichte über Veränderung, Gefühle und die Liebe, die bleibt
Mila und das neue Zuhause
Mila war eine kleine, wuschelige Katze mit weißen Pfötchen und einem Herz so groß wie eine Sofadecke.
Sie liebte es, wenn alles so war, wie es immer war.
Der Napf stand links, der Kratzbaum rechts. Mama las vor, Papa baute Höhlen aus Decken.
Aber eines Tages war es anders.
Die Luft war leiser. Die Stimmen vorsichtiger.
Und dann saßen Mama und Papa mit ihr auf dem Sofa und sagten:
„Mila, wir möchten dir etwas sagen. Wir haben uns entschieden, nicht mehr zusammen in einem Haus zu wohnen.“
Mila spürte, wie sich in ihrer Brust etwas zusammenzog.
Wie ein Wollknäuel, das sich verheddert.
„Heißt das, ihr habt mich nicht mehr lieb?“, fragte sie mit leiser Stimme.
Mama zog sie an sich.
„Oh Mila, du bist unser Herz. Und das bleibt so – auch wenn wir jetzt an zwei Orten wohnen.“
Papa nickte.
„Manchmal passen zwei große Katzenherzen einfach nicht mehr gut nebeneinander. Aber deins, Mila, das tragen wir beide immer bei uns.“
In den nächsten Tagen fühlte sich vieles komisch an.
Mila schlief mal hier, mal dort. Sie vermisste Dinge – Papas Pfannkuchen, Mamas Schnurrlied.
Manchmal war sie traurig. Manchmal sogar wütend.
Das durfte sie auch sein.
Eines Abends saß sie mit Toni, dem Dackel von nebenan, auf dem Zaun und Mila erzählte schweren Herzens von ihren Sorgen.
„Meine Eltern wohnen auch nicht zusammen“, sagte Toni.
„Ich hab zwei Körbchen – und doppelt so viele Gute-Nacht-Küsschen.“
Mila blinzelte.
„Und wenn ich mich mal blöd fühle?“, fragte sie.
„Dann sag’s einfach laut. Oder schnurr. Oder schreib’s in den Sand. Oder – das hilft bei mir – stampf ganz fest auf den Boden.“
Toni grinste. „Aber nie allein. Es gibt immer jemanden, der dich hört.“
Mila lächelte.
Es war nicht wie vorher. Aber es war auch nicht nur schlimm.
Es war anders. Und vielleicht konnte dieses Anders auch ein bisschen gut werden.
An diesem Abend lag sie bei Mama im Arm. Am nächsten Tag würde sie zu Papa gehen.
Und sie verstand, dabei tat ihr Herz tat nicht mehr so weh:
„Ich bin geliebt. Von beiden. Und das bleibt.“
Und ganz langsam rollte sich das verhedderte Wollknäuel in ihrem Bauch wieder auf.
Du hast deinen Mut-Button schon? Wie toll!
Wie schön, dass du Mila auf ihrem Weg begleitet hast!
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Vielleicht steckt dein nächstes Abenteuer schon im nächsten Klick …
Aber bevor du lostapst, haben wir noch eine Überraschung für dich: Ein Ausmalbild!
Damit du Milas Geschichte in deinen eigenen Farben weiterträumen kannst.
Liebe Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel, Freunde und Begleiter,
vielen Dank, dass du Milas Mutmachgeschichte vorgelesen oder sie gemeinsam mit einem Kind entdeckt hast.
Vielleicht möchtest du deinem Kind noch weitere kleine Geschichten mit auf den Weg geben?
In unserer Sammlung findest du:
– Mutmachgeschichten zu Themen wie Schule, Freundschaft, Verlust & Neuanfang
– liebevoll gestaltete Begleiter wie Karten, Buttons oder kleine Wundertüten
– und immer eine Botschaft, die bleibt:
„Du darfst wachsen. So wie du bist.“